Robotik-Zukunft in Cham: Ein Rückblick auf die tfz Start-Up Insights
Der Wirtschaftsraum Zug gilt als einer der attraktivsten Technologiestandorte der Schweiz. Dass dieser Ruf nicht von ungefähr kommt, bewies die diesjährige Ausgabe der tfz Start-Up Insights im Lorzensaal in Cham. Unter dem Schwerpunktthema Robotik vernetzten wir internationale Start-ups mit etablierten C-Level-Experten aus unserem Netzwerk, um den Technologietransfer in der Region aktiv voranzutreiben.
Robotik als strategischer Werkzeugkasten
Neben den innovationen der Start-Ups brachte Vincent Revol (CSEM) mit seiner Keynote „Robotik: Der zukunftsfähige Werkzeugkasten“ eine interessante Perspektive ein. Er verdeutlichte, dass Robotik heute weit mehr ist als eine technische Spielerei: Sie ist eine strategische Antwort auf den Fachkräftemangel und ein entscheidender Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit hiesiger Unternehmen. Revol räumte mit dem Vorurteil auf, Robotik sei reine Zukunftsmusik, und präsentierte sie als einsatzbereites Instrumentarium für die heutige Industrie.
Wie vielfältig dieser Werkzeugkasten bestückt ist, zeigten die teilnehmenden Start-ups eindrucksvoll während ihrer Pitches auf der Bühne. In der begleitenden Fachausstellung wurde diese Innovation für unsere Gäste physisch erlebbar:
· Ascento: Autonome Outdoor-Roboter für die Sicherheit und Überwachung von Grossanlagen.
· UniteLabs: Ein herstellerunabhängiges Betriebssystem für die KI-gestützte Laborautomatisierung.
· Unchained Robotics: „Plug-and-Play“-Robotik für die Produktion – so einfach zu bedienen wie ein Smartphone.
· LAYERED: Autonome Bauroboter für effizientere und nachhaltigere Oberflächenbearbeitung.
· AIRSKIN: Sicherheitssensorik für die direkte und flexible Mensch-Roboter-Kollaboration.
· Red Cable Robotics: Kosteneffiziente Seilroboter für grossflächige Logistik- und Palettieraufgaben.
· coprod: Standardisierte Schnittstellen, die Hardware-Komponenten nahtlos zu Robotern verbinden.
· Cartken: Wetterfeste Transportroboter für die autonome Logistik auf Werksgeländen.
Der direkte Austausch an den Ausstellungsständen ermöglichte es den Teilnehmenden, die Lösungen im Detail zu prüfen und Einsatzmöglichkeiten im eigenen Betrieb zu diskutieren.
111 Matches: Vernetzung auf höchstem Niveau
Das Herzstück des Vormittags war das strukturierte „Collaboration Matchmaking“. Wir freuen uns sehr, dass wir in diesem Jahr insgesamt 111 gezielte Matches kuratieren konnten. In diesen persönlichen Gesprächen trafen die Start-ups auf erfahrene Entscheidungsträger und Experten der regionalen Wirtschaft. Dass das Motto „Von der Idee zur Anwendung“ Früchte trägt, zeigten die intensiven Fachgespräche, in denen bereits erste Grundsteine für zukünftige Kooperationen und Pilotprojekte gelegt wurden.
Fokus auf Umsetzung
Für uns als Technologie Forum Zug hat dieser Event einmal mehr gezeigt, wie wertvoll der branchenübergreifende Dialog ist. Die positive Resonanz auf das Thema Robotik bestätigt das Bedürfnis unserer Mitglieder, neue Technologien nicht nur zu verstehen, sondern aktiv in die Praxis umzusetzen.
Wir danken allen Teilnehmenden, Start-ups und Experten für diesen inspirierenden Vormittag und freuen uns darauf, die weitere Entwicklung der entstandenen Kontakte zu begleiten.